Sonntag, 17. März 2013

Habemus Katholibanum...

oder:

...wenn weisser Rauch aufsteigt, ist es nicht immer die Kopfdichtung!


















Liebe Pastas und Andersgläubige,

kurz vor Ostern wurde also im Vatikan wieder ein neuer Chef gewählt. Und es war nach unserem Ratzinger, der sich alle Mühe gab, die Menschen wieder ins tiefste Mittelalter zurückzuführen, auch nicht überraschend, dass sein Nachfolger genauso ein Hardliner sein wird wie er. Jorge Mario Bergoglio, ein Argentinier, gibt sich den Namen Franziskus I., denn er ist Jesuit.

Unser nudeliger Schöpfer lehrt uns, dass jeder sein Kreu.... äh ...ich meine seinen Teller Spaghetti zu tragen hat, auch wenn die Fleischbällchen noch so schwer sind.
Wir müssen also da durch, aber vielleicht ist das gar nicht so schlecht, denn nach den ersten peinlichen Auftritten von Franziskus I. war klar, dass dieser seine ganze Kraft darauf verwenden wird, die Katholische Kirche endgültig in den Abgrund zu stossen und wir wünschen ihm viel Erfolg dabei.




















Aber was will man von einem 76jährigen anderes erwarten?
Seine Leugnung der Realität wird er sicher für den Rest seines Lebens nicht mehr korrigieren.
In seiner ersten Rede machte er gleich deutlich, wie sehr er Andersdenkende verachtet, denn "wer nicht zum (katholischen) Gott betet, der betet zum Teufel!"

Die Homoehe ist für ihn "der Versuch, Gottes Plan zu zerstören" und selbstverständlich haben auch Frauen nichts in kirchlichen Ämtern zu suchen.
Natürlich lehnt er auch Abtreibungen, egal wann und in welchem Monat oder aus welchem Grund, strikt ab. Das Gleiche gilt für Kondome, die nach seiner Meinung nicht einmal zum Schutz vor AIDS benutzt werden dürfen - Menschenverachtung pur!


Die Überheblichkeit und Arroganz der Katholischen Kirche wird also unter diesem Papst eher noch zunehmen - und das in einer Phase, in der die Enthüllungen über den jahrzehntelangen Kindesmissbrauch von Priestern und selbst höherer "Würdenträger" auf einem Höhepunkt angelangt sind und eher noch zunehmen statt weniger werden.
Auch eine Anerkennung der Menschenrechte ist mit diesem Papst wohl nicht zu machen. Aber dafür hat man dann sicher eine prima Rechtfertigung, denn in Lateinamerika sind die Menschenrechte auch nicht überall Standard, da wird man diesem Papst sicher weniger Vorwürfe machen als einem Europäer.

Er selbst versteht sich als Anwalt der Armen, was aber eher bedeuten dürfte, dass man diese mit Bibeln statt mit Nahrung versorgt. Zumal ein solcher Standpunkt angesichts von Reichtum und Luxus des Vatikans ein blanker Zynismus ist, der jeden Bewohner der Slums von Buenos Aires verhöhnt.
Seine Rolle während der argentinischen Militärdiktatur in den 70er bis Anfang der 80er Jahre bleibt umstritten.

Was mich ziemlich verärgert hat, waren die Reaktionen der Medien, vor allem der öffentlich-rechtlichen TV-Sender wie PHOENIX, die nach dieser Wahl eine beispiellose Lobhudelei veranstalteten, aber an den teilweise menschenverachtenden Standpunkten dieses Papstes keinerlei Anstoss nahmen - fundamentalistischer Gotteswahn ist anscheinend auch in Deutschland schon salonfähig geworden, zumindest wenn es das Christentum betrifft.


Fazit:

Die Katholische Kirche wird also auch mit dem neuen Papst das Wort "Reformen" als unverständliches Fremdwort behandeln und weiter wurschteln wie bisher.
Es scheint, als habe sie sich mit dem Mitgliederschwund in Europa langsam abgefunden und richtet ihren Blick jetzt mehr auf Südamerika, um wenigstens die treuesten Schäfchen, die sie schliesslich mit viel Blut und millionenfachem Mord gefügig gemacht hat, bei der Stange zu halten.
Aber wer solche anachronistischen Standpunkte im 21. Jahrhundert immer noch beharrlich vertritt, die Realität leugnet und die Menschen, die diese Wahnvorstellungen nicht teilen, ausgrenzt, beleidigt und diskriminiert, der darf sich nicht wundern, wenn in Regionen, in denen die Menschen Wert auf Bildung legen, kaum noch jemand diesem Unsinn folgen und dafür auch noch Steuern bezahlen möchte.

Auch für unsere Politiker wird es langsam Zeit, endlich mal aufzuwachen und aufzuhören, die Menschen für dumm zu verkaufen. Dabei würde es schon reichen, wenn sie sich einfach nur an das Grundgesetz halten würden, welches die klare Trennung von Kirche und Staat vorschreibt.
Moral hat nichts, aber auch gar nichts mit Religion zu tun und eine Morallehre, die Menschen wegen ihres Geschlechts oder ihrer Sexualität diskriminiert, ist schlicht keine, der ich auch nur im entferntesten folgen möchte.

Und was ändert sich für uns Pastafaris?
Ganz einfach: Nichts!
Der neue Papst ist der alte und der Aberglaube bleibt auch derselbe. Und wie es aussieht, wird dieser Papst vielleicht noch mehr anecken und sich den Zorn der denkenden Menschen zuziehen als der letzte.

Aber eine Erkenntnis bleibt uns doch:
Wenn weisser Rauch aufsteigt, dann muss es nicht immer die Kopfdichtung sein - aber manchmal wünscht man sich, sie wäre es...

RAmen!


Euer Nudelmops

(P.S.: Auch hier wieder die kleine Bitte, meinen Banner rechts oben zu klicken (Dem Nudelmops was Gutes tun?) - Ihr macht mir damit wirklich eine grosse Freude...
Danke!)

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